Die ehemalige Kurhessenkaserne mit anderen Augen gesehen
Die Erinnerung (oder auch Geschichte) kann man zwar vordergründig unterpflügen, im Kern bleibt sie als Teil des Lebens, wenn auch hinter leichten Schleiern, präsent bzw. abrufbar. So habe ich diese Aufnahme für mich interpretiert und damit als wertvoll für diese Webpräsenz erkannt. Seit fast 12 Jahren bemühe ich mich ja hier, den Schleier der Vergangenheit für viele Ehemalige immer weiter zu lichten. Dieses Foto habe ich jetzt zum Anlass genommen, mit der Hobby-Künstlerin Karin Badura ("Kollerica") aus Hann. Münden Kontakt aufzunehmen. Sie beschäftigt sich intensiv mit der digitalen Fotokunst. Ich konnte sie gewinnen, für uns einmal das ehemalige Kasernengelände zu durchstreifen, um mit ihren Augen Eindrücke zu dokumentieren. Die Fotostrecke wird dann hier entsprechend veröffentlicht. Sicherlich werden wir manch Überraschendes sehen. Seien wir gespannt!
Neue Beschilderung in der ehemaligen Kurhessenkaserne
Nanu, ein längst überfälliger Hinweis auf die historische Pionierkaserne? Leider nur eine Fotomontage, dafür aber neue (notwendige) Firmenwegweiser. Im internen Bereich der Homepage mehr.
Neue Bilderserie: 2./PzPiBtl 5, StabsKp/PiBtl 2 (1958/59)
Weihnachtsfeier der Stabskompanie 1958. Die Kompanieführung: Major Növer, Hauptmann Rossel und Oberleutnant Radlik
Weihnachtspost aus der spanischen Region Cantabria (Golf von Biscaya)! Der ehemalige Gefreite Joachim Bing, von April 1958 bis Ende März 1959 Wehrpflichtiger im PzPiBtl 5 und PiBtl 2, heute in Spanien lebend, stellt eine umfangreiche Bilderreihe aus dieser Zeit zur Verfügung; insbesondere Eindrücke der Ausbildung und der Funkertätigkeit. Es ist immer wieder erstaunlich, wie doch gerade die Anfangszeit der Bundeswehr, das ist jetzt über 50 Jahre her, bei vielen Ehemaligen präsent ist. Damalige Vorgesetzte haben da in der Regel einen kaum zu übertreffenden positiven "Erinnerungsrang". Ich glaube, dass das viele Vorgesetzte, insbesondere nachfolgender Generationen, bis heute nicht begriffen haben, denn sonst würden sie hier auf dieser Website vermehrt "Flagge zeigen", analog vieler Schullehrer, die auch noch nach Jahrzehnten ihren Schülern bei Klassentreffen und anderen Gelegenheiten "zur Verfügung stehen". Ich glaube, dass sich da wirkliche Klasse zeigt.
Aus Skype-Gesprächen weiß ich, dass dieses eine Jahr in Hann. Münden, wie bei vielen anderen auch, für Joachim Bing unvergessen und prägend war. Für ihn gab es daher auch kein Zögern, sein Fotoalbum zu öffnen, um auch anderen die Gelegenheit zu geben, in die erlebnisreiche Vergangenheit zurückzublicken. Dafür sage ich herzlichen Dank. Die Bilder werden Anfang 2012 im internen Bereich der Homepage veröffentlicht.
Am 11. Januar 2012 wurde der erste Teil der zur Verfügung gestellten Bilder (24) in die interne Homepage integriert. Sehen Sie hier! Heute, 19. Januar 2012, folgte die Bilderserie "Weserübung bei Bevern". Bitte hier klicken!
Und weiter geht's! Erfreulicherweise kündigte mir gestern ganz überraschend der ehemalige Hauptmann d.R. Jürgen Wexel an, dass er seine umfangreiche Fotosammlung für die Homepage zur Verfügung stellen möchte. Kamerad Wexel leistete im Zeitraum 1982 bis 1992 mehrere Reserveübungen im Bataillon, sowohl in der 1. als auch in der 3. Kompanie. Stammeinheit war jedoch das sPiBtl 310 in Koblenz und Lahnstein (1967). Tolle Bilder aus der Bataillons-Gefechtsübung "Mainreise 91" vom 29.04. bis 08.05.1991 stehen mir bereits zur Verfügung; einige wenige davon sehen Sie hier. Der Gesamtbestand wird nach und nach in die interne Homepage eingeordnet. Seien Sie gespannt! Es sind wirklich ungewöhnliche Einblicke zu erwarten. Danke, Kamerad Wexel!
Heute, 10. November 2011, wurde die Bildergalerie "Mainreise 91" mit 45 Bildern im internen Bereich veröffentlicht. Sehen Sie hier! (05./10.11.2011)
Und die nächste Bildergalerie (Tag der offenen Tür 1991) wurde heute (01.12.2011) im internen Bereich der Homepage veröffentlicht. Sehen Sie hier!
"90 Jahre Pionierstandort – 35 Jahre Bundeswehrpioniere", 24.-26. Mai 1991
Neue Bilddokumente im internen Bereich der Homepage
MLC 30-Behelfsbrücke über die Weser, 1960er Jahre
Die Faltschwimmbrücke der 5. Kompanie, 1979
PiBtl 2 während der Flutkatastrophe im Alten Land, Februar 1962.
Pioniertypische Arbeiten der 2. Kompanie in Winterberg/Sauerland.
Fotos aus dem Fundus von Hauptmann a.D. Klaus Lüdecke, damals 2. Kp, 5. Kp
Der Bundesgrenzschutz im letzten Jahr in der Kurhessenkaserne, 1956.
Das Grenadierbataillon 22 in Hann. Münden, 1956.
Fotos aus dem Fundus von StFw a.D. Henning Install, ehemals BGS und GrenBtl 22
(16./17./19./25.09.2011/19.10.2011/07.11.2011)
"Parole Heimath" vor fast 120 Jahren
Reservisten der 1. Compagnie des Hessischen Pionier-Bataillons Nr. 11, Mainz-Kastel, 1892
Nachdem ich hier zuletzt ein Reservistenbild des Hessischen Pionier-Bataillons Nr. 11 aus dem Jahre 1899 vorstellen konnte, gehen wir nun sogar in das Jahr 1892! Dieses neueste Exponat aus meinem Privatarchiv zeigt als 54 x 49 cm großes Originalbild im geschnitzten Holzrahmen wiederum Reservisten der 1. Kompanie, die von 1889 bis 1892 in Kastel "am Rheinstrand dem Kaiser treu als Pionier dienten". "Hoch lebe der Mineur von 1892!" lässt man uns dort weiter wissen.
Also neun Jahre bevor dieses Bataillon nach Hann. Münden verlegt wurde und dort später (1902) den Traditionsnamen Kurhessisches Pionier-Bataillon Nr. 11 erhielt. Näheres über die Historie des Bataillons vor 1901 können Sie im internen Bereich der Homepage finden.
Auch diese Veröffentlichung eines historischen Reservistenbildes möchte ich nochmals dazu nutzen, Ehemalige der Mündener Einheiten zu bitten, mir doch ihre persönlichen Reservistenbilder für die Homepage zur Verfügung zu stellen. Über aussagekräftige Bilder in traditioneller Montur mit Strohhut, Paddel und allerlei anderem Beiwerk würde ich mich natürlich besonders freuen.
(28.10.2011)
Feierliche Neueröffnung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden
Externes Video bei "YouTube"
Aus der Eröffnungsrede von Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière am 14.10.2011:
„Das Ganze im Blick – das Gute als Vorbild“
„Der Neubau des Militärhistorischen Museums ist Beleg für die hohe Bedeutung, die die Bundeswehr der historischen Bildung beimisst“, sagte de Maizière in seiner Eröffnungsrede. Die Ausstellung könne Anleitung geben, aus der Vergangenheit Lehren für die Gegenwart und die Zukunft zu ziehen. Die Neukonzeption des Museums „bietet ungewohnte Lesarten der Militärgeschichte“, so der Minister. „Es provoziert und ist – im besten Sinne des Wortes – anstößig.“ Dabei sei das Museum zugleich ein wichtiger Lernort für Soldaten und die Gesellschaft. „Historisch-politische Bildung befähigt unsere Soldaten zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Sinn ihres Dienstes“, betonte de Maizière.
Darüber hinaus ermögliche dies auch eine kritische Befassung mit der Traditionspflege der Bundeswehr. Als Armee eines demokratischen Rechtsstaates müsse sich die Bundeswehr in besonderer Weise mit den Vorgängerarmeen auseinandersetzen, so der Minister. Teile der Geschichte könnten dabei nicht verleugnet oder ausgeklammert werden. Stattdessen sei Traditionspflege eine permanente Auseinandersetzung mit der Vergangenheit insgesamt, auch mit ihren Tiefpunkten nach dem Prinzip „Das Ganze im Blick – das Gute als Vorbild“, so der Minister. Die Bundeswehr brauche die identifikationsstiftende Kraft von Traditionen. „Keine Armee kann es sich auf Dauer leisten, auf Traditionen und ihre Pflege zu verzichten“, hob de Maizière in seiner Rede hervor, aber sie entbinde nicht von der Notwendigkeit eigener Entscheidungen. „Tradition ist kein Autopilot.“ (Quelle: www.streitkräftebasis.de)
(15.10.2011)
Externer Link zu "YouTube" (Offizieller Bundeswehr-Kanal)
(12.08.2011)
www.kurhessenkaserne.de
Zu den bekannten Domains www.muendener-pioniere-kurhessenkaserne.de und www.mündener-pioniere-kurhessenkaserne.de wurde nun noch ganz aktuell www.kurhessenkaserne.de eingerichtet. Diese Domain wird allerdings nur der Weiterleitung auf die Haupt-Domain www.muendener-pioniere-kurhessenkaserne.de dienen, so wie das bereits bei der zweiten o.g. (Umlaut)Domain der Fall ist.
Die neue Adresse www.kurhessenkaserne.de macht deshalb Sinn, weil es sich um einen kurzen, prägnanten Namen handelt, der sowohl schneller einzugeben als auch bei anderen Gelegenheiten besser zu platzieren ist. Zudem eröffnen sich dadurch eine Reihe von kurzen, aussagekräftigen Mail-Adressen, wie z.B. info@kurhessenkaserne.de oder archiv@kurhessenkaserne.de (beide noch nicht freigeschaltet).
Noch ein Hinweis für „Rechtsfüchse“ und Oberbedenkenträger: Ich trete den Domainnamen natürlich sofort ab, wenn wieder Soldaten, am liebsten Pioniere, in die dann mit dem Traditionsnamen bezeichnete Kaserne einziehen.
(27.07.2011)
Alte Kameraden an der Mosel
51 Jahre nach der Grundausbildung!
Franz-Rudolf Kohlbecher, Johannes Dudenhöffer, Karl Schäfer, Arnold Karg, Herbert Ernst, Aloys Gilles, Ulrich Foth, Norbert Amann, Anton Friebis, Hermann Muth, Dieter Jung und
Bernd Mahr; kniend: Günter Haas und Egon Hemmann. Es fehlt: Helmut Lenz
Da staunt man nur, und die Hochachtung steigt von Jahr zu Jahr: Vom 12.-15. Mai 2011 fand nun schon das 9. Kameradschaftstreffen eines Rekrutenzuges der PzPiKp 50 aus dem Jahre 1960 (!) statt. Diese Treffen unter Beteiligung der Ehefrauen werden an wechselnden Orten durchgeführt. In diesem Jahr hieß das Ziel Alken an der Mosel, zwischen Koblenz und Cochem. Wiederum gab es ein umfangreiches Besichtigungsprogramm, das die Teilnehmer u. a. nach Koblenz zur Bundesgartenschau mit Feste Ehrenbreitstein (u. a. Ehrenmal des Deutschen Heeres) führte. Natürlich kam die Geselligkeit mit einer Moselfahrt, Besuch einer Weinprobe und Tanz bis in den frühen Morgen nicht zu kurz.
Einen ausführlichen Bericht können Sie im internen Bereich der Homepage (Seite der PzPiKp 50) lesen.
(23.05./17.06.2011)
Pioniere heute: Fahrende Brücke Neues Bw-Video; Videos der Ausbildungslehrübung (ALÜ) Pioniere 2010, Donau bei Ingolstadt
Externer Link zu "YouTube", dortiger offizieller Bw-Kanal
Externe Links zu den Videos "Amphibie (M3) - Fähre" und "Amphibie (M3) - Brücke"
Übrigens: Dieses Pioniergerät ist nichts Neues. Es wurde ab 1967 mit dem Vorgängermodell "Alligator M2" in die Pioniertruppe eingeführt. Auch die 5./PiBtl 2 wurde 1968 damit ausgestattet. Die Kompanie wurde dann 1970 nach Speyer verlegt und wurde dort die 2./AmphPiBtl 330. Ich selbst habe bereits 1966 als einer der ersten Pioniere den Fahrlehrerschein für diese Fahrzeuge erworben, und zwar noch auf den Prototypen der damaligen Wehrbeschaffungsstelle in Koblenz, auf Rhein und Mosel. Den Umgang mit diesem Gerät werde ich nie vergessen!
(Bodo Redlin, 03.10.2010/16.04.2011)
In Erinnerungen schwelgen
ROA-Lehrgang auf der Diemel (1969)
Es ist immer wieder erfreulich, wenn sich Ehemalige ganz überraschend bei mir melden und auch ihre Hilfe bei diesem Projekt anbieten. Sehen Sie es mir nach, dass ich natürlich über Kontakte aus „meiner“ Zeit in der Kurhessenkaserne besonders erfreut bin. Diese tragen dann auch dazu bei, das Gedächtnis zu Höchstleistungen zu treiben. Es werden Namen ausgetauscht, Ereignisse geschildert. Und alles liegt ja schon rund 40 Jahre zurück. Dennoch, der Schleier lichtet sich. Ereignisse, Begebenheiten, Namen treten in den Vordergrund. Ach ja, da hast du dieses oder jenes gemacht. Aus heutiger Sicht für andere bedeutungslos, für sich selbst aber Mosaiksteine in der Entwicklung. Jeder kennt das.
Warum ich das hier schreibe? Es meldete sich vor wenigen Tagen der ehemalige Leutnant d.R. und heutige Arzt Dr. Heinz Riechers bei mir. Dieser leistete im IV. Quartal 1968 in der Ausbildungskompanie 3/2 (1. Gruppe/1. Zug, SU Höglmeier, GUA Hoffmann) seine Grundausbildung. Zu dieser Zeit war ich Gruppenführer der 5. Gruppe u. stellv. Zugführer (2. Zug, Fw Meik). Da kamen natürlich Erinnerungen hoch. Ach, was war ich stolz, mit dieser Gruppe bei der Besichtigung den 1. Platz belegt zu haben. Die Kp-Lehrvorführung „Hören und Sehen bei Nacht“, die ich in diesem Quartal ausführte, ist im Gedächtnis festgebrannt. Ja, es sind oftmals „Erfolge“, die eigentlich im weiteren Lebenslauf ein geringes Gewicht haben, dennoch positiv präsent sind. So erinnert sich Dr. Riechers trotz ganz anderer beruflicher Höhepunkte noch daran, dass er in der „Gruppe Höglmeier“ in diesem Quartal den Marschwettbewerb um den „Bramwald-Pokal“ gewann. Ja, und dann kommen die Namen ins Gespräch: Hptm Groeneveld, Lt Hartenbach, SU Conrad, natürlich SU Höglmeier pp. Alle nur positiv belegt. Und noch ein Ereignis, das bei Dr. Riechers sofort abrufbar ist: Der Pionierball im Februar 1970, an dem er in der Bataillonsband im Kasino und bei der "3 Musketiere-Einlage" mit Lt Hammon mitwirkte (siehe Zeitungsartikel).
Heinz Riechers (Z 2) wurde nach der Grundausbildung der 3. Kompanie zugeordnet, kehrte jedoch im Rahmen der ROA-Ausbildung zu weiteren Einsätzen in die 3/2 zurück. Im II. Quartal 1969 war er stellv. Gruppenführer bei SU Conrad, im I. Quartal 1970 als Fahnenjunker Gruppenführer und im III. Quartal 1970 als Fähnrich stellv. Zugführer.
Besonders beeindruckt hat mich in den Schilderungen von Dr. Riechers, dass ihn mit einem der Kameraden aus seiner ROA-Gruppe seit dieser Zeit durch viele diverse gemeinsame Reisen, Segeltörns und andere, auch familiäre, Aktivitäten eine immer ganz intensiv gebliebene Freundschaft verbindet. Beneidenswert.
Dr. Riechers stellte natürlich seine vorhandenen Fotos für diese Homepage zur Verfügung. Sie wurden im internen Bereich der Homepage eingeordnet.
(06./07./08.12.2010/21.09.2011)