Mündener Farben u. taktisches Zeichen Pioniere        
 

Archiv



100 Jahre danach

Beitragsergänzung/Übernahme aus dem ehemaligen internen Bereich der Homepage



Wo mögen noch überall „ungehobene“ Schätze aus der Vergangenheit der 11er-Pioniere liegen? Auch nach 16 Jahren „Mündener Pioniere im Internet“ staune ich immer noch, wenn mich aus dem Nichts Anfragen und Angebote aus aller Welt erreichen. Bekanntlich übernehme ich ja hier durch die Internetpräsenz ungewollt Aufgaben, die eigentlich der Mündener Pionierkameradschaft zuzuschreiben wären. Oftmals ergeben sich aber dann aus Anfragen auch Materialangebote für die Homepage. So auch jetzt wieder. Ein jetzt in Belgien wohnhafter US-Bürger, dessen Großvater während des 1. Weltkrieges in der 3. Feldkompanie des Kurhessischen Pionier-Bataillons Nr. 11 diente, stellte mir Kopien des Wehrpasses und Fotos zur Verfügung. Diese Unterlagen des Mündener Pioniers Ernst Brill, zuletzt Offizierstellvertreter, geben einen guten Einblick über den Weg der Kompanie. Ernst Brill, dekoriert u.a. mit dem EK I und EK II, überlebte diesen Krieg trotz zahlreicher Verwundungen, was unzähligen Kameraden nicht vergönnt war, und wurde - das sei hier noch angemerkt – in die Vereinigten Staaten ausgewandert letztlich sogar 101 Jahre alt.

Ich danke Jeffrey Manners für die Bereitstellung des Materials. Es wurde heute (26.11.2018) mit dem Beitrag aus dem internen Bereich der Homepage vervollständigt.
Klicken Sie bitte hier!

(Bodo Redlin, 05.04./17.05.2016/26.11.2018)





Und weiter geht's!

Fotomaterial aus dem Nachlass von Oberfeldwebel Jürgen Flentje

Albumeinsicht

Einblick in ein Album von Jürgen Flentje

In Abstimmung mit der Familie stellt Marcus Flentje, selbst einmal Pionier im Standort (PzPiKp 60), Bildmaterial aus den zahlreichen Alben seines 2016 verstorbenen Vaters zur Veröffentlichung zur Verfügung. Jürgen Flentje, der wohl bekannteste Eisenbart-Darsteller und Gästeführer unserer ehemaligen Garnisonsstadt, war u. a. Anfang der 1970er-Jahre Pionier der 2./Schwimmbrücken Bataillon 360, die vom 01. Juli 1972 bis 30. September 1975 in der Kurhessenkaserne lag (war vorher SchwBrKp 301, später PzPiKp 60 – jeweils Umbenennungen). Nach den bisher vorliegenden Ausschnitten und den Erfahrungen mit seinem hier bereits veröffentlichten Schmalfilm (siehe älterer Beitrag weiter unten) können wir getrost davon ausgehen, dass uns "großes Kino" erwartet. Seien wir gespannt. Ganz nebenbei stellt auch Marcus Flentje (ehemaliger OG, Spitzname "Der Akkurate") Bilder seines Dienstzeitalbums in Aussicht.

Zwischenzeitlich (01.05.2018) ist der Großteil der Materialien von Jürgen Flentje in die interne Homepage eingearbeitet.
Sehen Sie hier! Und hier geht es zum "Album Marcus Flentje", das ich am 04.04.2018 hochgeladen habe.

(01./15.02./04.04./01.05.2018)

Albumeinsicht

Einblick in ein Album von Jürgen Flentje



Bildmaterial aus den 1970er-Jahren

Zehn Jahre 2./PiBtl 2

Bataillonsübergabe 1977

Bataillonsübergabe am 14. März 1977 (OTL Walther/Boschmann)

Hauptmann a. D. Wilfried-Reinhard Koch, der 1971 seine Grundausbildung in der 4. Kompanie absolvierte und in der Zeit von 1972 bis 1982 der 2. Kompanie angehörte, hat mir - wie ich bereits berichtete - dankenswerterweise umfangreiches Bildmaterial aus dieser Zeit zur Verfügung gestellt. Wilfried-Reinhard Koch erhielt Ende 1977 die Zulassung zum OffzMilFD. Nach der Ausbildung und vielfältiger weiterer Verwendung als Pionieroffizier in anderen Standorten wurde er am 31.10.2004 in den Ruhestand versetzt.

Dieses neue Material werde ich zu gegebener Zeit in die interne Hompage einarbeiten. Ein umfangreiches Album (30 Fotos) habe ich heute (01.02.2018) hochgeladen.
Klicken Sie bitte hier! Und hier jetzt viele Fotos zur Ergänzung der Bw-Bildergalerie.

(16.12.2017/01.02./10.02.2018)

Flaggenparade

Flaggenparade in der Kurhessenkaserne




Blick in die Zeit der "frühen Bundeswehr"

Komplettes Album über die Dienstzeit eines wehrpflichtigen Pioniers in Hann. Münden

Brückenschlag über die Weser

Brückenschlag über die Weser (Wasserübungsplatz Hann. Münden)

Heute war ein guter Tag! Nicht nur, dass ein von mir erworbenes Dienstzeitalbum eines Mündener Pioniers um 1960 mit 120 Fotos eintraf, nein, auch noch unverhofft zahlreiche Fotos und Dokumente eines Ehemaligen der 2. Kompanie (Hauptmann a. D. Wilfried-Reinhard Koch), die vor längerer Zeit vage in Aussicht gestellt wurden. Hier sehen Sie zunächst zwei Fotos aus dem zuerst genannten Album. Ich werde das Material nach und nach im internen Bereich der Homepage einarbeiten; über den Fortschritt werde ich hier berichten.

Die meisten der Fotos sind zwischenzeitlich (04./05./06.Januar.2018) auf die interne Homepage hochgeladen worden: Grundausbildung, Brückenbau und Fortschreibung Bw-Bildergalerie

(15.12.2017/04./05./6.01.2018)

Ausrüstungsppell AusbKp 3/2

Ausrüstungsappell in der Kurhessenkaserne




Bundeswehr heute

Appell
Flickr-Foto Bundeswehr, 2017

Kein Pomp. Keine Helden. Nirgends Pracht.

Ein Beitrag des Wehrbeauftragten, Hans-Peter Bartels, in www.welt.de v. 19.11.2017

Link zum Beitrag

Der Entwurf eines neuen Traditionserlasses liegt seit dem 20.11.2017 vor:

Link zu www.augengeradesaus.net




Heute vor 25 Jahren Verabschiedung der Mündener Pioniere

Verabschiedungsappell

Abschreiten der Front.
Bürgermeister Fiege, Brigadegeneral Hegner und dahinter Generalmajor Estorf sowie Oberstleutnant Hoppe

Am 25. September 1992 verabschiedete sich das Pionierbataillon 2 mit einem Großen Zapfenstreich von der Mündener Bevölkerung. Die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ schrieb dazu am 28.09.1992 u.a.:

„Dem militärischen Zeremoniell im flackernden Schein vieler Fackeln auf dem Tanzwerder wohnten nach polizeilichen Angaben sechs- bis siebentausend Menschen bei. Neben zahlreichen Ehrengästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens sah man viele „Ehemalige“, die in Münden gedient haben. Besonders begrüßt wurden zwei frühere Kompaniechefs, die Generäle Leopold Chalupa (ehemals NATO-Oberbefehlshaber Europa Mitte) und Roland Zedler sowie General Wolfgang Beilicke, der hier Fernmeldeoffizier war. Mit angetreten war eine Abordnung des befreundeten 54. US-Engenieer-Bataillon aus Wildflecken.

Die Soldaten zogen anschließend mit ihrem Kommandeur, Oberstleutnant Klaus Hoppe, an der Spitze durch die historische Altstadt, wo man Spalier stand und sie mit Beifall überschüttete.“


Die Garnison wurde schließlich am 31. März 1993 offiziell aufgelöst. Damit endete die lange Pioniertradition der Stadt an den drei Flüssen.


(Bodo Redlin, 25.09.2017/26.11.2018)

Zur Bildergalerie



Aktuelle Bilder aus der ehemaligen Kurhessenkaserne

Kurhessenkaserne heute

Bitte klicken!

Anlässlich einer Urlaubsreise machte ich Ende Mai kurz in Hann. Münden Station und nutzte natürlich die Gelegenheit zu einem Abstecher in das ehemalige Kasernenareal, das jetzt als "Wohn- und Gewerbepark Fuldablick" bezeichnet und genutzt wird. Ich habe feststellen können, dass das Gelände am frühen Abend des 31. Mai einen belebten und - gemessen an den letzten Jahren - sauberen und aufgeräumten Eindruck machte. Den Besuch habe ich in einem Fotoalbum festgehalten.

(Bodo Redlin, 25.06.2017)

Bildergalerie "Kurhessenkaserne Mai 2017"



Schwarzbraun ist die Haselnuss und andere Absurditäten

Bundeswehr in der Kritik




Ansprache von Januar 2005

Wir verfolgen wohl alle die teilweise absurde Kritik, die momentan über die Bundeswehr hereinbricht. Insbesondere was sich die Verteidigungsministerin da im Zuge politischer Selbstverteidigung erlaubt, stößt bei vielen Soldaten auf Unverständnis. Aber nicht nur das. Es wird auch immer wieder Kritik an Vorgesetzten auf höherer Ebene laut: „Wagt denn von denen niemand, der Ministerin zu widersprechen?!“

Ich darf Ihnen zur Thematik eine Einlassung des Generalleutnants a. D. Hans-Heinrich Dieter („Politik-Skandal“, einen Artikel der Frankfurter Allgemeinen (siehe Links, unten) empfehlen, als auch eine aus dem Jahre 2005 stammende Ansprache des damaligen Generalmajors Trull anlässlich der Kommandeursübergabe der 14. Panzergrenadierdivision, die gerade heute aktueller denn je erscheint (Video YouTube).


(15./19.05.2017)

Klare Worte: "Politik-Skandal"            FAZ: Angriff auf eine Armee mit Tradition



Historie der Kurhessenkaserne bei WIKIPEDIA!

Kurhessenkaserne bei Wikipedia

Bitte klicken!

Die Historie der Mündener Kurhessenkaserne wird jetzt auch bei WIKIPEDIA, der freien Enzyklopädie, mit Links zu unserer Webpräsenz umfangreich dargestellt.

(11.05.2017)

Kurhessenkaserne bei Wiki



Kasernenleben vor 44 Jahren

Schmalfilm über die 2./Schwimmbrücken Bataillon 360

Schmalfilm

Szene aus dem Schmalfilm

Er war besser als sein Ruf. Wer? Na ja, Doktor Eisenbart! Und er war sogar Pionier in der Kurhessenkaserne, und filmen konnte er auch. What a man! Alles zu rätselhaft? Ja, so etwas gibt es nur in Hann. Münden!

Die Rede ist von Jürgen Flentje, dem wohl bekanntesten Eisenbart-Darsteller und Gästeführer der märchenhaften Fachwerkstadt an den drei Flüssen, der leider viel zu früh im Oktober letzten Jahres verstorben ist. Jürgen Flentje war Anfang der 1970er-Jahre Pionier der 2./Schwimmbrücken Bataillon 360, die vom 01. Juli 1972 bis 30. September 1975 in der Kurhessenkaserne lag (war vorher SchwBrKp 301, später PzPiKp 60 – jeweils Umbenennungen). 1973 hat er als begeisterter Schmalfilmer über seine Zeit in der Kompanie einen ca. 30-minütigen Super 8-Film gedreht, der mir nun digitalisiert vorliegt. Er wurde mir dankenswerterweise von Astrid Burkhardt („Photo Burkhardt“) zur Verfügung gestellt. Jürgen Flentje hatte den Film dort zum Digitalisieren gebracht und ihn ausdrücklich zum Veröffentlichen freigegeben, ja sogar den entsprechenden Wunsch geäußert.

Bewegte Bilder aus dieser Zeit sind rar, zumal in diesem Umfang und in der für die damalige Zeit guten Qualität. Es werden viele Szenen aus dem Kasernenleben, wie z. B. Formalausbildung, Feierlichkeiten, Vereidigung, Besuch eines Generals, gezeigt Ich persönlich, der 1969 die Pioniergarnison verließ, habe überraschenderweise viele bekannte Gesichter entdeckt, obwohl man als Angehöriger des PiBtl 2 nicht so den engen Kontakt zu den in der Kaserne liegenden selbstständigen Kompanien hatte.

Einen kleinen Ausschnitt in minderer Qualität können Sie hier im öffentlichen Bereich einsehen:
>>> Video <<< Die Vollversion im internen Bereich rufen Sie bitte hier auf!

(06./08./10.01.2017)

Doktor Eisenbart

Jürgen Flentje als Doktor Eisenbart, 2011




Neues Projekt: "Nordhessisches Militärmuseum"

Unter Einschluss des Bundeswehrstandortes Hann. Münden (im Aufbau)


Nordhessisches Militärmuseum

www.militarisiertelandschaftkurhessen.wordpress.com/

    (16.12.2016)



Vor 60 Jahren

Am 22. November 1956 zogen wieder Pioniere in die Kurhessenkaserne ein

Zeitungsausschnitt Oberstleutnant Thünemann

Hessische Nachrichten v. 23.11.1956/Oberstleutnant Heinrich Thünemann

Am 22. November 1956 zogen zum ersten Mal Pioniere der Bundeswehr in Hann. Münden ein. Damit wurde die Pioniertradition der Stadt, die 1901 mit dem Hessischen Pionier-Bataillon Nr. 11 begründet wurde, fortgesetzt. Unter Führung ihres Kommandeurs, Oberstleutnant Thünemann, zog das in Dillingen an der Donau aufgestellte Panzerpionierbataillon 5 in die Kurhessenkaserne ein. Es wurde herzlich aufgenommen von den Bürgern dieser traditionsreichen Pionierstadt. Dieses war nicht selbstverständlich, gab es doch in dieser Zeit erhebliche Vorbehalte gegen die Wiederbewaffnung. Eine Mündener Zeitung schrieb damals:

„Die Herzen schlagen den neuen Pionieren ebenso wie vor 50 Jahren entgegen. Münden ist Pionierstadt heute und morgen und wird seinen berechtigten Anspruch auch an die Soldaten des jungen Heeres stellen. Der Kreis schließt sich. Die alte Kurhessenkaserne wird wieder Pionierkaserne.“

Mit dem Panzerpionierbataillon 5 rückte auch der Kader der selbstständigen PzPiKp 340 in die Kurhessenkaserne ein.

Das Panzerpionierbataillon 5 war am 1. August 1956 als Kadereinheit, bestehend aus Offizieren und Unterführern, in Dillingen aufgestellt worden. Am 10.11. erfolgte der Verlegungsbefehl des Bataillons nach Münden, am 22.11. der Einzug. In der Antrittsrede führte der 1. Kommandeur des Panzerpionierbataillons 5, Oberstleutnant Thünemann, aus:

„Schon im Jahre 1938 hatte ich die Ehre, das PzPiBtl der 5. PzDiv mit aufzubauen. Ich durfte auch miterleben, wie das Btl im Jahre 1939 die erste Feuerprobe im heißen Krieg bestand.

Ich bin außerordentlich stolz, daß mir nach einem mehr als 10-jährigen Vakuum wiederum die ehrenvolle Aufgabe zufällt, das PzPiBtl der 5. PzDiv aufzustellen, und zwar heute in der Eigenschaft als verantwortlicher Kommandeur. Die uns gestellte Aufgabe ist ehrenvoll und schön. Aber wir dürfen nicht übersehen, daß sie nach den sieben Jahren der umgekehrten Werte nicht minder schwer sein wird. Da aber alle Offz, Uffz und Mannschaften des Btl-Stammes freiwillig zu uns gekommen sind, ja manche von Ihnen sogar persönliche Opfer auf sich genommen haben, darf ich hoffen, daß Sie alle mit großer Passion an die uns vom deutschen Volke gestellten Aufgabe herangehen werden. Die Disziplin ist die Grundlage jeder Soldatenformation und auf dem Fundament der Treue, des Gehorsams, der Zuverlässigkeit und der Kameradschaft wollen wir aufbauen.

Vom deutschen Volk haben wir den Auftrag, ein Btl zu schaffen, das in der Lage sein wird, die Freiheit und den Frieden unseres Vaterlandes zu verteidigen. Wir haben damit eine große Verpflichtung übernommen. Zeigt Euch ihres Vertrauens würdig.

Mit Zuversicht gehen wir gemeinsam an die Arbeit. Ich wünsche jedem dabei Erfolg und Soldatenglück.“
(Redetext einer Btl.-Broschüre v. 1986 entnommen)

Das Pionierbataillon 5 wurde 1958 der 2. Panzergrenadierdivision unterstellt und in Pionierbataillon 2 umbenannt. Aufgrund der Truppenreduzierungen nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das PiBtl 2 am 25.9.1992 mit einem Großen Zapfenstreich feierlich verabschiedet und die Garnison am 31. März 1993 offiziell aufgelöst.

(01.11.2016)

Vereidigung 1957

Oberstleutnant Thünemann bei der Rekrutenvereidigung 1957




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    (21.09.2015/14.02.2016/28.10.2016)


Große Weserbrücke muss neu gebaut werden

Schon nach 55 Jahren marode

Weserbrücke

Auschnitt aus einer AK der 1960er Jahre (Repro Redlin)

Einem Artikel der Mündener Nachrichten (HNA) zufolge muss die "Neue Weserbrücke" wahrscheinlich abgerissen werden. Das 1961 freigegebene Bauwerk ist demnach stark gefährdet. Damals seien Stahlsorten verwendet worden, die dauerhaft nicht stabil seien. Aber auch der zugenommene Schwerlastverkehr dürfte sich nicht unerheblich ausgewirkt haben.

Wir erinnern uns, dass auch schon bei der Fertigstellung nicht alles glatt lief. Aber damals gab es in Hann. Münden ja Pioniere, die Bau- oder Planungsfehler kurzerhand ausbügeln konnten! Aus der Chronik der Schwimmbrücken-Kompanie 301 ist zu entnehmen:

Ein Versäumnis der Bauplaner - ein Gewinn an Erfahrung für Schwimmbrückenpioniere

Am 10. August 1960 konnte endlich nach langer Bauzeit die neue Weserbrücke in Hann. Münden im Zuge der Bundesstraße 3 und 80 der Öffentlichkeit übergeben werden. Doch Planer und Erbauer hatten sich zu stark auf die Belange des Straßenverkehrs konzentriert. Daß Brücken auch dazu dienen können, Versorgungsleitungen von Ufer zu Ufer zu führen, war in der Aufbruchstimmung des Wirtschaftswunders wohl bedacht worden, ist dann aber anscheinend in Vergessenheit geraten. Nachdem Bau- und Schalgerüst gefallen waren, gaben sie die Kanäle für die Versorgungsleitungen frei. Doch die Leitungen selbst, zwei Hochspannungskabel, waren nicht eingezogen. Das Jahr 1960 war für die Schwimmbrückenkompanie 301 ein "kleines" Übungsjahr, denn sie verfügte am Wochenende vom 14. bis 16. Oktober noch über freie Kapazitäten. So konnten die Pioniere unter Führung ihres Chefs, Hauptmann Ewert, diese Tage für die Ausbildung nutzen. Sie nahmen nun des für sie ungewöhnlichen Problems an, Versorgungsleitungen unter einer soeben fertiggestellten Brücke zu verlegen.

Es galt, wie die Lokalpresse zu berichten wußte, "eine kleine Brücke unter der großen Brücke" zu errichten. Damit war der Übungszweck für die Soldaten von ziviler Seite hinreichend beschrieben. Sie bauten in Tag- und Nachtarbeit mit ihren Schlauchbootbrückengerät eine Fähre und setzten auf dieser ein durch die Stadt bereitgehaltenes Rohrgerüst zusammen. Auf diesem wiederum wurde eine Arbeitsbühne montiert. Die Fähre mußte nun in der Brückenlinie verankert werden, um damit sichere Voraussetzungen für die Montagearbeiten unter der Decke der Betonbrücke zu schaffen. Daß die Weser Hochwasser von 1,50 m über Normalpegel führte, und die Stromgeschwindigkeit entsprechend hoch lag, erhöhte für Hauptmann Ewert und seine Männer nur den pioniertechnischen Reiz.

Der Chronist berichtet: "Über uns spannte sich nicht der regenverhangene Himmel, sondern das massive Brückengewölbe. Neben uns plätscherte die Hochwasser führende Weser, und die Ankertaue unserer Brückenfähre zerrten kraftvoll, aber wirkungslos an den bemoosten Ankern."

Nachts erleuchteten helle Scheinwerfer die Baustelle und erlaubten ein hohes Arbeitstempo, so daß bereits gegen Mittag des zweiten Einsatztages, Samstag, den 15. Oktober, die Pioniere die Kabel unter der Brückendecke einziehen konnten. Doch nun, da die Gelegenheit günstig war, wurden die Rohre für die Gas- und Wasserversorgung in einem Zuge mitverlegt. Sie sollten später angeschlossen werden.

Am Sonntagnachmittag war dann alles vorbei: Energieversorgung und Wasserversorgung der Siedlungen auf beiden Weserufern war zusätzlich gesichert, die kleine Brücke unter der großen Brücke zurückgebaut, Bauplaner, die Stadt Münden und ihre Pioniere waren um eine Erfahrung reicher.


(28.01.2015)

Hauptmann Ewert

Hauptmann Ewert bei einer Einweisung (Foto: Wilhelm Plagge)


Artikel HNA-online v. 26.01.2015 (externer Link)


Der mit dem "Biber" tanzt ...



Geländeausbildung auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne

Unverhofft kommt oft! Das kann man zwischenzeitlich durchaus sagen, wenn es um die Bereitstellung von neuem Material für die Homepage geht. Und so war es jetzt auch wieder. Der ehemalige Hauptgefreite Karsten Kisker, von Juli 1985 bis März 1989 in der PzPiKp 60, sandte mir ganz überraschend eine CD mit 150 Fotos aus seiner Dienstzeit zu. Die Fotos mit einigen spektakulären Szenen geben einen guten Einblick in das "Leben" eines Panzerfahrers, denn Kamerad Kisker war vorwiegend als Fahrer eines Brückenlegepanzers (Panzerschnellbrücke "Biber") eingesetzt.

Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass da überall noch verborgene Schätze schlummern. Diese Homepage lebt vom Engagement vieler Ehemaliger. Ich wäre sehr erfreulich, wenn der ein oder andere, der sich bisher noch nicht entschließen konnte, dieses Beispiel als Anregung aufnehmen würde.


Ich bedanke mich bei Karsten Kisker ganz herzlich für diese überraschende Unterstützung.

Nach sporadischer Einbringung von Einzelbildern ist nun im internen Bereich der Homepage der Hauptteil in einer Bildergalerie veröffentlicht. Klicken Sie hier!
(10.08.2013/19.11.2013)

Info Brückenlegepanzer "Biber" (externer Link)


Auch die Hessisch-Nassauische Polizeischule bleibt in Erinnerung ...

Lehrgang 1930

Gruppenbild eines Lehrganges aus dem Jahre 1930

Von 1921 bis 1934 war die Mündener Pionierkaserne (spätere Kurhessenkaserne) Standort der Polizeischule der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Diese Ausbildungsstätte hatte nichts zu tun mit der späteren Polizeischule des Landes Niedersachsen (Gneisenau-Kaserne), die erst 1946 entstand. Diese Polizeischule ist sehr in Vergessenheit geraten, da die Provinz Hessen-Nassau natürlich nicht mehr besteht und nach dem 2. Weltkrieg im Land Hessen aufging. Die Provinz Hessen-Nassau wurde 1867 gebildet und bestand aus den Regierungsbezirken Kassel und Wiesbaden mit insgesamt 37 Stadt- und Landkreisen. An der Spitze der Provinz stand der Oberpräsident (vergleichbar einem heutigen Regierungspräsidenten) mit Sitz in Kassel (Provinzhauptstadt). Einwohnerzahl: 2.584.828 (1933).

Im internen Bereich der Homepage wird die Historie der HN-Polizeischule in Hann. Münden mit einem beträchtlichen Umfang von Bildmaterial behandelt. Jetzt ist es mir gelungen, weitere Fotos, insbesondere aus dem Jahr 1930, zu bekommen. Sie werden nach und nach im internen Bereich eingearbeitet.

(04.06./19.11.2013)

Lehrgangsbilder 1930


Als sei nichts gewesen ...

Erinnerungstafel in Northeim
Foto eingesandt von Werner Aßmann, ehemals 2./PiBtl 2

Exakt vor einem Jahr habe ich hier darüber berichtet, dass eine Gruppe ehemaliger Plöner Pioniere einen geschaffenen Erinnerungsstein vor dem ehemaligen Gelände der Fünf-Seen-Kaserne in Plön platziert hat (siehe Foto unten). Ich fragte, ob so etwas auch in Hann. Münden machbar wäre? Anscheinend nicht. 20 Jahre nach Torschluss keine Aussicht auf ein ehrenhaftes Erinnern, ein dankbares Zeichen an vielfältige Zusammenarbeit zwischen Garnison und Stadt Hann. Münden. Heute ist mir gerade ein weiteres positives Beispiel aus Northeim übermittelt worden. Dieses möchte ich zum Anlass nehmen, noch einmal aufzufordern, hier etwas zu tun. Die Stadt wird von selbst nicht tätig werden, da bin ich mir ganz sicher. Leider hat es auch der Mündener "Pionierverein" 20 Jahre nicht geschafft, hier ein deutliches Erinnerungszeichen zu setzen bzw. setzen zu lassen. Vielleicht finden sich ja andere engagierte dankbare Mündener Bürger, die sich gern an die Pionierzeit ihrer Stadt erinnern und dieses auch nach außen kundtun möchten. "Machen Sie's den Northeimern nach!"
(17.04.2013)

Erinnerungsstein in Plön


"Tag der offenen Tür" am 18. Juli 1971

Tag der offenen Tür 1971

"Ich halte Aktivitäten wie Sie sie auf sich genommen haben und leisten für ganz wichtig, um alte Kontakte und auch Traditionen "hochzuhalten", dafür auch besonderen Dank von mir." Mit diesen freundlichen Worten stellte mir jetzt schon zum zweiten Mal (siehe auch weiter unten, "In Erinnerungen schwelgen") der Leutnant d.R. Dr. Heinz Riechers, ehemals AusbKp 3/2 und 3. Kompanie, eine Reihe von Fotos für die Homepage zur Verfügung. Dafür danke ich sehr herzlich. Die "Mündener Pioniertradition" ist für die Familie Riechers seit jeher ein begleitendes Thema: Dr. Heinz Riechers diente bereits in dritter Generation in der Pioniergarnison Hann. Münden.

Die Fotos zeigen Szenen vom "Tag der offenen Tür" auf dem Wasserübungsplatz, der im Rahmen der Feierlichkeiten "70 Jahre Pioniere in Hann. Münden" vom 14.-18. Juli 1971 durchgeführt wurde.

Die Fotostrecke wird demnächst im internen Bereich der Homepage veröffentlicht und ergänzt damit eine bestehende Veröffentlichung mit Bildern des ehemaligen Kompaniefeldwebels Bernd Schrupp, der mit seiner 3. Batterie/Raketenartilleriebataillon 350 diese Veranstaltung unterstützte.


Die Fotos wurden heute (11.10.2012) im internen Bereich der Homepage eingeordnet. Sehen Sie hier!
(08.07./11.10.2012)

"Parole Heimath" vor fast 120 Jahren

Hess. Reservisten 1892
Reservisten der 1. Compagnie des Hessischen Pionier-Bataillons Nr. 11, Mainz-Kastel, 1892

Nachdem ich hier zuletzt ein Reservistenbild des Hessischen Pionier-Bataillons Nr. 11 aus dem Jahre 1899 vorstellen konnte, gehen wir nun sogar in das Jahr 1892! Dieses neueste Exponat aus meinem Privatarchiv zeigt als 54 x 49 cm großes Originalbild im geschnitzten Holzrahmen wiederum Reservisten der 1. Kompanie, die von 1889 bis 1892 in Kastel "am Rheinstrand dem Kaiser treu als Pionier dienten". "Hoch lebe der Mineur von 1892!" lässt man uns dort weiter wissen. Also neun Jahre bevor dieses Bataillon nach Hann. Münden verlegt wurde und dort später (1902) den Traditionsnamen Kurhessisches Pionier-Bataillon Nr. 11 erhielt. Näheres über die Historie des Bataillons vor 1901 können Sie im internen Bereich der Homepage finden.

Mehr im internen Bereich!

Auch diese Veröffentlichung eines historischen Reservistenbildes möchte ich nochmals dazu nutzen, Ehemalige der Mündener Einheiten zu bitten, mir doch ihre persönlichen Reservistenbilder für die Homepage zur Verfügung zu stellen. Über aussagekräftige Bilder in traditioneller Montur mit Strohhut, Paddel und allerlei anderem Beiwerk würde ich mich natürlich besonders freuen.
(28.10.2011)


Pioniere heute: Fahrende Brücke

Neues Bw-Video; Videos der Ausbildungslehrübung (ALÜ) Pioniere 2010, Donau bei Ingolstadt

M3

Externer Link zu "YouTube", dortiger offizieller Bw-Kanal

M3-Fähre   M3-Brücke

Externe Links zu den Videos "Amphibie (M3) - Fähre" und "Amphibie (M3) - Brücke"

Übrigens: Dieses Pioniergerät ist nichts Neues. Es wurde ab 1967 mit dem Vorgängermodell "Alligator M2" in die Pioniertruppe eingeführt. Auch die 5./PiBtl 2 wurde 1968 damit ausgestattet. Die Kompanie wurde dann 1970 nach Speyer verlegt und wurde dort die 2./AmphPiBtl 330. Ich selbst habe bereits 1966 als einer der ersten Pioniere den Fahrlehrerschein für diese Fahrzeuge erworben, und zwar noch auf den Prototypen der damaligen Wehrbeschaffungsstelle in Koblenz, auf Rhein und Mosel. Den Umgang mit diesem Gerät werde ich nie vergessen!
(Bodo Redlin, 03.10.2010/16.04.2011)


In Erinnerungen schwelgen

ROA-Lehrgang auf der Diemel
ROA-Lehrgang auf der Diemel (1969)

Es ist immer wieder erfreulich, wenn sich Ehemalige ganz überraschend bei mir melden und auch ihre Hilfe bei diesem Projekt anbieten. Sehen Sie es mir nach, dass ich natürlich über Kontakte aus „meiner“ Zeit in der Kurhessenkaserne besonders erfreut bin. Diese tragen dann auch dazu bei, das Gedächtnis zu Höchstleistungen zu treiben. Es werden Namen ausgetauscht, Ereignisse geschildert. Und alles liegt ja schon rund 40 Jahre zurück. Dennoch, der Schleier lichtet sich. Ereignisse, Begebenheiten, Namen treten in den Vordergrund. Ach ja, da hast du dieses oder jenes gemacht. Aus heutiger Sicht für andere bedeutungslos, für sich selbst aber Mosaiksteine in der Entwicklung. Jeder kennt das.

Warum ich das hier schreibe? Es meldete sich vor wenigen Tagen der ehemalige Leutnant d.R. und heutige Arzt Dr. Heinz Riechers bei mir. Dieser leistete im IV. Quartal 1968 in der Ausbildungskompanie 3/2 (1. Gruppe/1. Zug, SU Höglmeier, GUA Hoffmann) seine Grundausbildung. Zu dieser Zeit war ich Gruppenführer der 5. Gruppe u. stellv. Zugführer (2. Zug, Fw Meik). Da kamen natürlich Erinnerungen hoch. Ach, was war ich stolz, mit dieser Gruppe bei der Besichtigung den 1. Platz belegt zu haben. Die Kp-Lehrvorführung „Hören und Sehen bei Nacht“, die ich in diesem Quartal ausführte, ist im Gedächtnis festgebrannt. Ja, es sind oftmals „Erfolge“, die eigentlich im weiteren Lebenslauf ein geringes Gewicht haben, dennoch positiv präsent sind. So erinnert sich Dr. Riechers trotz ganz anderer beruflicher Höhepunkte noch daran, dass er in der „Gruppe Höglmeier“ in diesem Quartal den Marschwettbewerb um den „Bramwald-Pokal“ gewann (den ich dann übrigens mit meiner Gruppe im folgenden Quartal holte). Ja, und dann kommen die Namen ins Gespräch: Hptm Groeneveld, Lt Hartenbach, SU Conrad, natürlich SU Höglmeier pp. Alle nur positiv belegt. Und noch ein Ereignis, das bei Dr. Riechers sofort abrufbar ist: Der Pionierball im Februar 1970, an dem er in der Bataillonsband im Kasino und bei der "3 Musketiere-Einlage" mit Lt Hammon mitwirkte (siehe Zeitungsartikel).

Heinz Riechers (Z 2) wurde nach der Grundausbildung der 3. Kompanie zugeordnet, kehrte jedoch im Rahmen der ROA-Ausbildung zu weiteren Einsätzen in die 3/2 zurück. Im II. Quartal 1969 war er stellv. Gruppenführer bei SU Conrad, im I. Quartal 1970 als Fahnenjunker Gruppenführer und im III. Quartal 1970 als Fähnrich stellv. Zugführer.

Besonders beeindruckt hat mich in den Schilderungen von Dr. Riechers, dass ihn mit einem der Kameraden aus seiner ROA-Gruppe seit dieser Zeit durch viele diverse gemeinsame Reisen, Segeltörns und andere, auch familiäre, Aktivitäten eine immer ganz intensiv gebliebene Freundschaft verbindet. Beneidenswert.

Dr. Riechers stellte natürlich seine vorhandenen Fotos für diese Homepage zur Verfügung. Sie wurden im internen Bereich der Homepage eingeordnet.

(06./07./08.12.2010/21.09.2011)

Zusätzlicher nachträglicher Hinweis: Dr. med. Heinz Riechers war bis Ende 2013 Chefarzt der Orthopädischen Abteilung der Salze Klinik Salzdetfurth. Siehe hierzu "Prominente Ehemalige" im internen Bereich. (29.09.2014)

Pionierball 1970

Anderer lesbarer Zeitungsartikel (Göttinger Presse)




Das alte Münden (um 1960)





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